Zu Besuch in der Andechser Kafferösterei

Dem Zufall entsprechend tauchte währen einer Radtour bei eisigen Temperaturen das ersehnte Gasthaus am Wegesrand auf. Und so stand ich dann in der Andechser Kaffeerösterei.

Der erste Eindruck war bezaubernd. Zu sehen waren Ergebnisse höchster Handwerkskunst, es roch nach wundervollem Kaffeearoma. Hinter dem Tresen begrüßt Reiner Leonhardt seine Gäste, er ist Inhaber und Gründer des Unternehmens.

Sofort kamen wir ins Gespräch. Seine Passion für Kaffee ist durchdringend spürbar. Er wirkt äusserst gelassen und versteht sein Handwerk, guten Kaffee nicht nur zu servieren sondern auch zu produzieren. In diesem Fall passend so zu rösten, das das sich Aroma der Bohnen voll entfalten kann ohne dabei Schaden zu nehmen. Sein Geheimnis liegt in der Temperatur und Röstdauer. “Ich verarbeite die Bohnen nicht so heiss und deshalb etwas länger”, das ist seine Devise. Und deshalb sind sein Angebot im Gegenteil zu den Massenherstellern nur wenig Säurehaltig. Die Herkunft der Rohware findet man in den Hochländern von Äthiopien, Guatemala, Peru, etc. Bei der Auswahl handelt er so bedacht, das seine Qualität weit über Anforderungen von Bio Zertifizierungen liegt. Er kennt die Farmer durch seine Großhändler und ist über die Anbaugebiete und Arbeitsbedingungen vor Ort bestens informiert.

Der Preis von 6,50€ für 250g erstklassig frisch gerösteten Kaffee liegt nur leicht über gängigen Supermarktpreisen. Auch er beinhaltet die relativ hohe deutsche Kaffeesteuer von 2,19/kg Rohware, in diesem Fall sind es knapp 0,60€/250g, da beim Rösten enthaltenes Wasser verdunstet und das spezifische Gewicht abnimmt.

Im Angebot findet man überwiegend Arabica Anteile. Diese Sorte bildet zwar etwas weniger Crema, dafür wartet sie mit typischen Geschmackserlebnis und weniger schädlichem Koffein und Acrylamid auf.

Genau mein Ding!

Solltet ihr auf dem Jakobsweg entlang des malerisch gelegenen Kloster Andechs sein, kehrt ein. Herr Leonard teilt gern sein umfassendes Wissen bei einer Tasse besten Kaffees. Allein die Feinjustage der Kaffeemühle ist eine Wissenschaft, die er in Perfektion betreibt.
Sollte die Anreise zu weit sein, versendet er seine schönen Kaffeepäckchen auch gern. Es lohnt in jeder Hinsicht.

Fazit: Kaffe ist ein reines Genussmittel und sollte nich als Aufputschmittel missverstanden werden. Wer Kaffee als morgendliche Weckfunktion missbraucht, betreibt Raubbau an seinem Körper. Denn Energie beziehen wir nur aus der Nahrung und das bietet Rohkost par excellence.

Ist so: Über Kaffee gehen die Meinungen weit auseinander. Und das ist auch gut begründet. Enthaltenes Koffein ist nicht unbedingt gesundheitsfördernd. In höheren Dosen blockiert es die Bildung von Serotonin, dem Glückshormon. Und daher sollte man darauf achten, das der Koffeingehalt niedrig ist. Andererseits regt Koffein die Gehirnleistung an, wie im Experiment mit Bienen herausgefunden wurde. Kaffe ist antioxidant, solange er ohne Milch getrunken wird. Er gilt aber als säurebildend.

Wie ist das denn wohl mit Espresso? Die Art der Herstellung unterscheidet sich deutlich von zB. Filterkaffee. Die Brühdauer ist wesentlich kürzer und erfolgt unter Hochdruck. So wird schon mal weniger Koffein aus dem Pulver gewaschen, dafür kann er die vollen Aromen entfalten. Das spürt man bereits bei der Berührung mit den Lippen.

Ich liebe Kaffee! Aber nicht bedingungslos.

Daher kommt mir ausschliesslich nur höchstklassigste Qualität in die Tasse. Es wird okkultistisch mit einer Siebträgermaschine als Espresso zubereitet und ohne irgendwelche Zusätze wie Mich/Zucker/etc. genossen. Achtet also genau darauf, wie der Kaffee verarbeitet wird. Ich selbst trinke maximal alle paar Tage eine Tasse Single-Espresso, manchmal auch gern mit Wasser verlängert als Americano. Lieber einmal drauf verzichten, sollte die Quelle der Herkunft nicht genau bekannt sein oder wenn keine vernünftige Espressomaschine zur Hand ist. Vor den oktanten Schraubgeräten aus Aluminium sei gewarnt. Wir alle sollten die schädliche Wirkung von Aluminium kennen.

Ansonsten trinke ich auch mal mal keinen Kaffee. Die Ausnahme ist allerdings säureneutraler Lupinenkaffee. Diese Pflanzen werden in Deutschland auf ca. 30.000Ha angebaut. Die erntebaren Bohnen sind an dich erstklassige basische Proteinlieferanten. Geröstet bekommen sie ein täuschend ähnliches Kaffeearoma. Vielleicht hat Reiner Leonhardt diesen bald mit im Programm?

 Kaffee

Produkte
Andechser Kaffee

Wer gern Kaffe geniesst, sollte auf die Qualität achten. Schön, wenn es solche passionierten Kleinunternehmer gibt. Ich kaufe meinen Bedarf ausschliesslich nur noch in Manufakturen wie dieser. Es gibt nichts besseres, als die persönliche Beratung. Besonders gut, wenn man so viel Kompetenz wie hier antrifft.

Weitere Infos:
Webseite Kafferösterei
https://www.kaffee-netz.de

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